Stein oder Ziegel?

Die Dacheindeckung erfolgt traditionell mit Ziegeln oder Dachsteinen. Doch bringen beide Materialien jeweils spezifische Vorteile mit sich:

Dachziegel bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Stoffen wie Ton. Bei Temperaturen zwischen 900 °C und 1.200 °C wird der Ton zu Ziegeln gebrannt. Durch den Brennprozess wird der Ton härter und wasserbeständig. Das typische Rot ist die natürliche Farbe der Ziegel, die allerdings durch mat-te Oberflächenbeschichtungen oder glänzende Glasuren in zahlreichen Farbvarianten gestaltet werden kann.

Demgegenüber sind Dachsteine aus Beton gefertigt und bestehen daher aus einer Mischung aus quarzhaltigem Sand, Zement und Wasser. Im Gegensatz zu Dachziegeln werden sie nicht komplett gebrannt, sondern nur der Zementanteil darin. Nachdem das Material geformt wurde, wird es bei 60 °C in Wärmekammern getrocknet und anschließend etwa einen Monat lang ausgehärtet. Farb-pigmente, die dem Material beigefügt werden, geben den Dachsteinen ihre individuelle Färbung. Auch beim Verlegen gibt es Unterschiede: Dachziegel sind leichter als Betondachsteine und eignen sich daher gut für leichtere Dachkonstruktionen, bei denen es auf geringes Eigengewicht ankommt. Dachsteine hingegen sorgen für eine passgenaue Verlegung, die keine Lücken lässt.